Züchterverein
Züchterclub Siegburgerstraße 87
Aus einem Stammtischgespräch heraus (wo auch sonst) bildete sich im Jahr 2005 eine kleine Gruppe von 7 Gartenfreunden die sich im Wettzüchten messen wollten. Alle waren natürlich überzeugt von sich und jeder wollte der Größte und Beste Profizüchter sein. Der Züchterclub „Siegburgerstraße 87“ war geboren. Der Oberzüchter und Wettkampfleiter „Hermann, der Tomatenspinner“ nahm die Sache in die Hand und besorgte bei div. Züchterbörsen im Internet den Pflanzensamen. Es sollte im Jahr 2005 der Riesenkürbis „Atlantic Giant“ gezüchtet werden. Es handelt sich hier um einen offiziellen Wettkampfkürbis der Weltweit gezüchtet wird. Gewichte von um die 500 Kilo sind keine Seltenheit. Dies sollte, wer hätte es anders gedacht, selbstverständlich nun von uns „Profizüchtern“ überboten werden. Wir sahen uns schon alle in Presse, Funk und Fernsehen, mit unserem Riesending an Kürbis. Alle trafen sich daraufhin an einem Sonntagmorgen im Garten von Hermann, um die vorgezogenen Pflanzen in Empfang zu nehmen. Der erste von vielen folgenden Frühschoppen stand an. Jeder bekam bei diesem Event auch seinen Züchternamen. Da dieses Treffen so schön feuchtfröhlich war, treffen sich bis heute die Züchter mindestens einmal pro Saison bei jedem der Mitzüchter zum züchterischen Gedankenaustausch. Einen Grund hierfür wird immer gefunden, da die Zuchtregeln sehr streng sind und die Strafe hierfür immer die gleiche ist. Ein Frühschoppen für alle muss es sein. Als Krönung für unsere Mühe fuhren wir im Jahr 2005 gemeinsam zum großen Kürbistreffen nach Burg Konradsheim in Erftstadt. Mit Tränen in den Augen mussten wir die Zuchterfolge anderer Züchter ertragen und unsere Tränen mit Kölsch (Pfui) ertränken.
Die ersten Sieger der Saison 2005 waren:
Platz 1 mit 60 Kilo, 100 Gramm „Hardy, der mit den O-Beinen“
Platz 2 mit 54 Kilo, 450 Gramm „Rainer, der Lautsprecher“
Platz 3 mit 38 Kilo, 700 Gramm „Thomas, der Chef vom Ganzen“
Die Züchter mit dem Zuchtergebnis 2005
Da das erste Jahr so erfolgreich verlaufen war, setzte man den Zuchtwettstreit im Jahr 2006 fort. Diesmal sollte es eine Kalebasse sein. Die Kalebasse ist auch ein Kürbisgewächs und wird auf Papua Neuguinea von der männlichen Bevölkerung als Kleidungsstück bzw. als Schutz für sein „bestes Stück“ verwendet. Warum sollte uns so etwas nicht auch kleiden? Immerhin werden Kalebassenlängen von ca. zwei Metern erreicht, das passt gerade so. Also her mit dem Samen und los geht es mit dem Anzüchten. Die Gruppe der Züchter wuchs in diesem Jahr auf 9 Personen an. Neu hinzu kamen „Rolli, der wo vor der Theke wohnt“ und „Jochen, der wo mit Rolli vor der Theke wohnt“, auch unsere erste weibliche Züchterin „Martina, der Funkturm“ kam hinzu. Befürchtungen dass ab nun nur noch stubenreine Witze bei unseren Frühschoppen erzählt werden dürfen, erwiesen sich schon beim ersten Treffen als falsch. Ich möchte hier einmal bemerken, auch Frauen kennen Witze die nicht stubenrein sind. Leider musste der Zuchtclub auf 10 Personen begrenzt werden da sonst ein logistisches Problem auftritt. Die Menge der angezüchteten Pflanzen wird einfach zu viel. Waren es 2005 schon 14 Kürbisse plus 10 Reservepflanzen, wuchs die Menge an Kalebassen 2006 schon auf 27 Zuchtpflanzen plus 15 Ersatzpflanzen. Nach genau 9 Frühschoppen in der Saison 2006 stand der Sieger fest, es war wieder der Hardy. Was uns Züchterfreunde sehr wunderte, da man Ihn in seinem Garten nur schnarchender Weise antrifft. Liegt etwa beim Züchten die Kraft in der Ruhe und Gelassenheit? Auch dieses Jahr ging es wieder zum Saison- abschluss nach Burg Konradsheim zum Kürbiszüchtertreffen.
Hier die Sieger der Saison 2006
Platz 1 mit 1,92 Meter „Hardy, der mit den O- Beinen“
Platz 2 mit 1,79 Meter „Hermann, der Tomatenspinner“
Platz 3 mit 1,69 Meter „Werner, der Masseur“
Die Ernte 2006 bewacht vom Wachhund "Rocky"
Die Ernte 2006 bewacht vom Wachhund „Rocky“
Nun zur laufenden Saison 2007.
Als zehnter und neuer Züchter kam dieses Jahr „Stefan, der mit dem fliegendem Treibhaus“ in unsere Runde. Er wird mit uns die ultimative Fleischtomate 2007 züchten. Da wird schon einiges an Fachwissen von den Züchtern abverlangt. Spezialsamen von namhaften Züchtern aus dem Internet verheißen Gewichte von 1-2 Kilo pro Tomate. Jeder Züchter bekam 4 verschieden Tomatensorten. Die jeweils schwerste Tomate wird durch Wiegen ermittelt und die Summe der schwersten Tomate pro Sorte ergibt den Züchterkönig. Man merkt die Regeln werden immer komplizierter und die Züchter immer besser. Oder auch nicht! Einige der Hobbyzüchter haben schon ein Teil Ihrer Pflanzen zu Tode gepflegt., was einen Frühschoppen für die Züchterfreunde nach sich zog. Eine Ersatzpflanze wird dann immer kostenlos geliefert. Alles in allem ist der diesjährige Wettstreit wieder sehr lustig und informativ und wird nächstes Jahr bestimmt mit einer neuen Pflanze fortgesetzt. Möge uns die Braunfäule in diesem Jahr verschonen und uns Rekordergebnisse bescheren.
Folgende Züchter sind zur Zeit im Züchterclub:
„Martina, der Funkturm“
„Frank, der wo wieder alleine wohnt“
„Thomas, der Chef vom ganzen“
„Rolli, der wo vor der Theke wohnt“
„Jochen, der wo mit Rolli vor der Theke wohnt“
„Stefan, der mit dem fliegenden Treibhaus“
„Dieter, der wo hinter dem Vereinsheim wohnt“
„Hardy, der mit den O-Beinen“
„Werner, der Masseur“
„Hermann, der Tomatenspinner“
An dieser Stelle geht auch ein Dank an unsere besseren Ehehälften, die unseren abgefahrenen Züchterfimmel mit viel Geduld tagtäglich ertragen müssen. Bei jedem Frühschoppen haben sie die Arbeit und bedienen uns immer hervorragend. Ein besonderer Dank an meine Frau „Bärbel, die mit dem Tomatenspinner zusammenlebt“. Jedes Jahr muss sie ihre halbe Küche zur Verfügung stellen , damit schon im Februar die Setzlinge herangezogen werden können.
Zwischenergebnis:
Hermann, der Tomatenspinner und
Dieter, der wo hinter dem Vereinsheim wohnt
haben exakt gleichschwere Tomate von 694 Gramm .
Mal sehen wie es weiter geht!?!?